Ginseng - Ren Shen  - Ginseng Radix et Rhizoma

Legende zum Ginseng aus: Andreas Kalg - Chinesische Arzneipflanzen

 

Ginseng wird in China seit alters wild gesammelt und seit etwa 1700 Jahren auch kultiviert. Damit ist China das Land, das am frühesten mit der Kultivierung des Ginseng begonnen hat. Die Ginsengwurzel ist in China auch oft mythologisiert worden. Ein typisches Beispiel einer solchen Legende soll hier vorgestellt werden 

 

Vor langer, langer Zeit lebten im Wolkentraumtempel auf dem Wolkentraumberg in der Provinz  Shandong zwei Mönche, ein Meister und sein Schüler. Der alte Meister brannte tagtäglich ziemlich teilnahmslos seine Räucherstäbchen ab und betete lustlos buddhistische Sprüche vor sich hin. Häufig ging er ins Tal, um mit Freunden zu zechen. Zu seinem jungen Schüler aber war er sehr grausam. Er quälte ihn sogar physisch und ließ ihn alle Arbeit verrichten. Der jung Mönch war von diesen Strapazen schon ganz ausgezehrt und gelb im Gesicht. 

Eines Tages ging der Meister wieder hinunter ins Tal, um sich mit seinen Freunden zu treffen. Der Schüler verrichtete wie üblich alle Arbeiten im Tempel, deren es nicht wenige gab. Urplötzlich tauchte aus dem Nichts ein kleines Kind mit einem roten Köppchen und einem roten Bäuchlein auf und half dem jungen Mönch bei der Arbeit. Von diesem Tage an kam das Kindlein jedes Mal, wenn der alte Mönch im Tal war um dem jungen Mönch zu helfen. Doch sobald der Meister wieder zurückkam, verschwand er sofort. 

Nachdem so einige Zeit vergangen war, fiel dem alten Mönch auf, dass sein Schüler viel gesünder und kräftiger aussah, nicht mehr so blass und ausgemergelt wie zuvor. Und so viel Arbeit er ihm jedes Mal auch aufgab - er wurde immer fertig damit.

"Das kann nicht mit rechten Dingen zugehen", dachte er bei sich. so presste er die Wahrheit mittels Drohungen aus seinem Schüler heraus. Nachdem er also von der Existenz dieses kleinen Kindes erfahren hatte, überlegte er, woher denn hier in dieser verlassenen Berggegend ein Kind kommen sollte. So kam er zu der Überzeugung, dass es nur ein Ginsenggeist sein könne. Er kramte eine Rolle roten Fadens heraus, befestigte eine Nadel daran und gab sie seinem Schüler mit der Instruktion, die Nadel dem Kinde heimlich anzustecken, wenn es wieder käme. Tags darauf ging der alte Mönch wieder ins Tal und wie gewohnt eilte das Kindlein dem jungen Mönch zur Hilfe. Dieser erwog, dem Kinde alles zu erzählen, doch fürchtete er andererseits, vom Meister bestraft und geschlagen zu werden. 

In seiner Hilflosigkeit steckte er schließlich dem Kindlein die Nadel an, als dieses sich schnel davonschlich, um dem wiederkehrenden meister nicht zu begegnen. Am nächsten Morgen in der Dämmerung sperrte der Meister seinen Schüler im Kloster ein und ging mit einer Hacke in der Hand dem roten Faden nach bis er neben einer alten Kiefer die Nadel in einer kleinen Pflanze stecken fand. Der Mönch war hocherfreut und grub mit seiner Hacke ein prächtiges Ginsengkind aus. Diesen trug er schnell ins Kloster, warf es in einen Topf, legte den Deckel darauf und beschwerte diesen noch mit einem Stein. Dann wies er seinen Schüler an, Feuer zu machen und die Suppe im Topf kochen zu lassen. Kurz darauf kamen die Freunde des alten Mönches zum Tempel, um ihn zum Zechen abzuholen. Keine Ausreden halfen, seine Freunde drängten ihn so lange, bis er nachgab und mit ihnen ins Tal ging. Bevor er ging, rief er seinem Schüler noch zu: "Öffne auf gar keinen Fall den Topf, bevor ich wieder hier bin!" Als der meister weg war, stieg dem Schüler ein ganz außergewöhnlicher Duft in die Nase, welcher aus dem Topf hervorquoll. Von Neugier gepackt, nahm der junge Mönch ungeachtet der Ermahnungen seines Meisters den Stein vom Deckel und öffnete den Topf. Darin erblickte er eine stockförmige Wurzel. Er brach sich ein Stückchen davon ab und kostete es. Noch nie hatte er einen solch wunderbaren Geschmack wahrgenommen! Davon betört, schlug er alle Bedenken in den Wind und aß die ganze Wurzel auf. Danach trank er auch noch die Suppe bis auf den letzten Tropfen aus. Doch gerade in diesem Moment kehrte der Meister eilenden Schrittes ins Kloster zurück. Der junge Mönch erschrak und wusste nicht, was er tun sollte. Vor Schreck rannte er in den Klosterhof hinaus. Nachdem er ein paar Schritte gelaufen war, wurden seine Beine plötzlich ganz leicht, er begann zu schweben und flog schließlich davon. Der alte Mönch fluchte vor Wut, als er sah, dass sein Schüler dasn "Ginsengkind" aufgegessen hatte, doch den jungen Mönch konnte er nirgends finden. 

Dieses "Ginsengkind" wareines von einem Geschwisterpaar, das bei der alten Kiefer lebte. Zum Glück hatte der alte Mönch die andere Ginsengpflanze nicht entdeckt. Der zurückgebliebene Ginseng weinte, nun unaufhörlich über den Verlust seines Geschwisterkindes. Dies ging der alten Kiefer ans Herz und sie sprach zum Ginseng: "Braves Kind, weine nicht mehr! Ich werde dich nach Guangdong führen. Dort qualmen nur wenige Schornsteine, dort werde ich dich für immer beschützen können." Da hörte der Ginseng auf zu weinen und er flüchtete mit der Kiefer von Shandong nach Guangdong, wo sie sich tief in den Bergen niederließen. 

 

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